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Situation der MRSA-Inzidenz weltweit

Klinik geschlossen wegen MRSAMRSA ist ein zunehmendes Problem in Gemeinschaftseinrichtungen, wie Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Altenheimen. Studien belegen, dass die MRSA-Inzidenz in den letzten Jahren weltweit deutlich angestiegen ist. Dabei bestehen jedoch erhebliche Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern. Während in den USA, Japan und südeuropäischen Ländern eine hohe MRSA-Prävalenz zwischen 20 und 60% zu verzeichnen ist, liegt diese in den Niederlanden und in skandinavischen Ländern bei unter drei Prozent.

In Deutschland ist die Anzahl von MRSA-Infektionen dramatisch angestiegen und in Form von Nosokomialinfektionen ein ernstes Problem. In den letzten 10 Jahren ist ein bedenklicher Anstieg der MRSA-Prävalenz von 2% auf heute ca. 23% zu beobachten (MRSA-net). Sogar in verschiedenen Krankenhäusern und selbst zwischen verschiedenen Stationen innerhalb desselben Krankenhauses variiert die Prävalenz von MRSA. Neben einem unkritischen Antibiotika-Einsatz gelten insbesondere die insuffiziente Umsetzung prophylaktischer Hygienemaßnahmen und die fehlende Schulung des Personals als Ursache für den starken Anstieg der MRSA-Besiedlung. Ein unzureichendes MRSA-Management führt so zu einer Weiterverbreitung von MRSA in unseren Kliniken. Als zwingend erforderliche Maßnahmen sind hier neben der Einführung einer Standardhygiene und adäquatem Ausbruchsmanagement ebenso eine Kontrolle des Antibiotikaeinsatzes zu sehen. Insbesondere aber die Einführung eines MRSA-Screenings auf Basis schneller und sicherer Diagnostik bei, oder besser noch vor, der stationären Aufnahme von Patienten ist unabdingbar.

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