GenoType® MTBDRsl - Für eine sichere Detektion von
XDR-TB
Ihr Testsystem zum gleichzeitigen Nachweis des M. tuberculosis-Komplex und dessen Resistenz gegen Fluorchinolone, Aminoglykoside/zyklische Peptide und Ethambutol direkt aus mikroskopisch-positiven pulmonalen Patientenproben sowie aus Kulturproben
Eine sichere Tuberkulose (TB)-Diagnostik ist die Grundlage für den Einsatz adäquater Therapiemaßnahmen. Nur mit Hilfe optimal wirksamer Antituberkulotika kann TB erfolgreich behandelt werden. Durch die inkonsequente Einhaltung des Therapieplans oder den frühzeitigen Therapieabbruch kann es zur Entwicklung multiresistenter (MDR)-TB kommen. Eine MDR-TB liegt vor, wenn der TB-Erreger gegen die beiden wichtigsten First-Line-Antituberkulotika Rifampicin und Isoniazid resistent ist.
Als extrem resistent oder XDR gilt ein TB-Erreger, wenn er gleichzeitig gegen Rifampicin und Isoniazid und zusätzlich gegen Fluorchinolone (z.B. Ofloxacin, Moxifloxacin) sowie gegen ein injizierbares Second-Line-Antituberkulotikum (z.B. Capreomycin, Viomycin, Kanamycin oder Amikacin) resistent ist. Dies führt zu extrem eingeschränkten Behandlungsmöglichkeiten und somit bedeutend geringeren Heilungschancen.
Herkömmliche Kulturmethoden zur Mykobakteriendiagnostik und Resistenztestung sind sehr zeitaufwändig. Solange allerdings das Vorliegen resistenter M. tuberculosis-Stämme nicht gesichert ist, kann es durch den Einsatz ungeeigneter und damit unwirksamer Antibiotika zu einer weiteren Ausbreitung resistenter Stämme, sowie zu weiteren Resistenzentwicklungen kommen. Eine rasche und sichere Identifizierung ist somit die Grundlage für den Einsatz adäquater Therapiemaßnahmen. Nur so kann die weltweite Verbreitung von TB und das Auftreten resistenter TB-Stämme erfolgreich bekämpft werden.
Der GenoType® MTBDRsl ermöglicht Ihnen eine spezielle Labordiagnostik bei Patienten mit MDR-TB, um das Vorliegen weiterer Antibiotika-Resistenzen sicher nachzuweisen oder auszuschließen. Mit Hilfe des Testsystems kann außerdem eine Diagnose nach fehlgeschlagener Therapie sowie beim Auftreten von Rezidiven erfolgen. Des Weiteren ist eine Laboruntersuchung bei Patienten aus Ländern mit vermehrtem Einsatz von First- und Second-Line-Antituberkulotika und in Regionen mit hohem Anteil von MDR-/XDR-TB angeraten.
Der Nachweis der Fluorchinolon-Resistenz erfolgt hierbei durch die Detektion der wichtigsten Mutationen des gyrA-Gens (kodiert für die A-UntereinheiDNA-Gyrase). Zur Identifizierung der Aminoglykosid/zyklischen Peptid-Resistenzen wird das 16S rRNA-Gen (rrs) und zur Detektion von Ethambutol-Resistenzen wird das embB-Gen (kodiert zusammen mit embA und embC für die Arabinosyltransferase) untersucht.
Ihre Vorteile mit GenoType® MTBDRsl
- Als Ausgangsmaterial können sowohl Direktproben (mikroskopisch-positiv) als auch Flüssig- oder Festkulturen verwendet werden.
- Detektion von XDR-TB bei Patienten mit bereits diagnostizierter MDR-TB mittels GenoType® MTBDRplus.
- Bestätigung der Ergebnisse der phänotypischen Resistenzbestimmung.
- Minimierung von Therapienebenwirkungen durch den gezielten Einsatz adäquater Therapeutika.
Auf einen Blick
Molekulargenetisches Testsystem zum Nachweis von Fluorchinolon-, Aminogycosid/ zyklischen Peptid- und Ethambutol-Resistenzen des Mycobacterium tuberculosis-Komplex
Ausgangsmaterial:
Dekontaminierte pulmonale mikroskopisch-positive Proben und/oder Kulturproben
DNA-Isolierung:
Schnellmethode zur Isolierung bakterieller DNA (Protokoll erhältlich bei Hain Lifescience)
Artikelnummer:
12 Tests Art.-Nr. 317
96 Tests Art.-Nr. 31796
DNA•STRIP®-Technologie
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