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Resistente Keime – Eine wachsende Bedrohung

Die Erwartungen waren groß, als im Jahr 1928 mit der Entdeckung des Wirkstoffs Penicillin das erste Antibiotikum für die Therapie pathogener Bakterien zur Verfügung stand. Man glaubte den Kampf bereits gewonnen, doch die Hoffnung erwies sich als trügerisch. Bereits wenige Jahre später wurden die ersten resistenten Staphylokokken-Stämme beobachtet. Heute, mehr als sechzig Jahre später, wissen wir, dass die Wunderwaffe von damals stumpf geworden ist. Die Erreger, die Ärzte lange Zeit wirksam bekämpfen konnten, gewinnen auf einmal wieder die Oberhand. Viele Krankheiten, die längst besiegt geglaubt waren, sind zurückgekehrt. Die Bakterien sind gegen viele der eingesetzten Mittel resistent geworden, und die Hoffnung, dass man mit Hilfe der seit der Entdeckung des Penicillins weiterentwickelten Antibiotika die Infektionskrankheiten ausrotten könnte, hat sich zerschlagen.
Der Mensch scheint das Kopf-an-Kopf-Rennen schrittweise zu verlieren, denn aufgrund rascher bakterieller Generationswechsel und der Tatsache, dass Resistenzgene nicht nur von einer Bakteriengeneration zur nächsten, sondern auch über die Speziesgrenzen hinweg auf andere Bakterien übertragen werden, breiten sich Resistenzen schneller aus, als neue Wirkstoffe entwickelt werden können.

Die Hoffnung der Medizin stützt sich auf schnelle, effiziente und spezifische Diagnostik der Bakterien bei gleichzeitiger Identifizierung möglicher Antibiotika-Resistenzen. Nur auf dieser Grundlage ist die rasche Auswahl optimal wirksamer Antibiotika möglich, und folglich eine adäquate Behandlung sichergestellt.
Molekulargenetische Methoden sind hierbei von zentraler Bedeutung. Sie ermöglichen im Unterschied zu zeitaufwändigen kulturellen Verfahren eine rasche, sichere Erregeridentifizierung und Resistenzbestimmung. Die Ergebnisse zeigen therapeutische Optionen auf, vermeiden Unter- und Überbehandlungen gleichermaßen, und tragen so dazu bei, die Ausbildung weiterer Resistenzen einzudämmen.
Unsere Produktpalette umfasst Testsysteme für ein breites Spektrum klinisch relevanter bakterieller Erreger aus der stationären und ambulanten Versorgung.
Diese Testsysteme entsprechen höchsten Qualitätsstandards, sind einfach abzuarbeiten und liefern rasch ein sicheres und zuverlässiges Ergebnis. Unsere enge Zusammenarbeit mit Meinungsbildnern, Referenzzentren und Ihnen als unseren Kunden sichert die Aktualität unserer Produkte. Diese werden so zu Lösungen, die aktuelle Fragestellungen oder Probleme im Bereich molekulargenetischer Resistenztestung abdecken. Überzeugen Sie sich selbst und sehen Sie, was wir für Sie tun können!

MRSA – Weiterhin eine große Herausforderung

Noch immer sind Infektionen mit Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus ein großes Problem vor allem für Krankenhäuser. Die schnelle und zuverlässige Identifizierung des Wundkeims und seines Resistenzgens mecA ist ausschlaggebend für die zielgerichtete Behandlung und frühzeitige Isolierung betroffener Patienten. Denn je länger ein MRSA-Verdachtsfall unbestätigt bleibt, desto größer ist die Gefahr der Übertragung auf Andere und damit die Ausbreitung der resistenten Keime.

Für jede Form der MRSA-Diagnostik haben wir das richtige Werkzeug: Mit GenoQuick® MRSA und GenoType MRSA Direct erhalten Sie innerhalb von 2,5 bzw. 4 Stunden ein valides Ergebnis direkt aus Patientenproben. Ein effizientes MRSA-Screening ist so sichergestellt. GenoType MRSA und GenoType Staphylococcus bieten umfassende Informationen aus Kulturproben und ermöglichen neben der Detektion des mecA-Gens zusätzlich den Nachweis des PVL(Panton-Valentin Leukozidin)-Gens, sowie die Differenzierung weiterer relevanter Staphylokokken. Mit dem GenoType BC grampositive ist zudem eine Identifizierung von S. aureus und des mecA-Gens aus Blutkulturen möglich.

Unsere umfangreiche MRSA-Produktreihe bietet für jeden Bedarf das richtige Testsystem. Sie haben so die Möglichkeit genau den Test auszuwählen, der Ihnen für Ihre Fragestellungen die passenden Informationen liefert.

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ESBL – Eine „neue“ Gefahr

Neben resistenten grampositiven Bakterien kommt es heute in zunehmendem Maße auch zu Infektionen mit resistenten gramnegativen Bakterien, da beispielsweise Escherichia coli, Klebsiella spp. und Enterobacter spp. rasch Resistenzgene erwerben. Gemeinsames Merkmal hierbei ist die Fähigkeit zur Bildung von Beta-Laktamasen mit erweitertem Spektrum (ESBL), AmpC-ß-Laktamasen und Carbapenemasen, die zahlreiche Antibiotika inaktivieren. Aus diesem Grund sind die Behandlungsmöglichkeiten bei Infektionen mit ESBL-positiven Bakterien stark eingeschränkt. Therapieversagen, verlängerte Liegedauer und eine erhöhte Mortalitätsrate sind die Folgen.

Mit den beiden Testsystemen Check-MDR CT101 und Check-MDR CT102 ist eine Identifizierung der spezifischen Resistenzmerkmale möglich. Mit Check-MDR CT101 werden ESBL-Resistenzgene, AmpC-Gene und Carbapenemasengene detektiert. Check-MDR CT102 erlaubt zusätzlich zur Detektion der ESBL-Resistenzgene eine Differenzierung klinisch relevanter Carbapenemasengene. Die einfache, automatische und farbkodierte Ergebnisauswertung gewährleistet jederzeit sichere und objektive Ergebnisse.

Der zuverlässige Nachweis von ESBL-Stämmen und deren Resistenzen ist die Grundlage für ein effizientes Ausbruchsmanagement. Die Identifizierung von Resistenzmechanismen ermöglicht die Auswahl geeigneter Hygiene- und Therapiemaßnahmen.

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Vancomycin-resistente Enterokokken – “Good guys become bad”

Enterokokken gehören zur natürlichen Darmflora des Menschen. Bei einer Schwächung des Immunsystems, beispielsweise durch eine Erkrankung, können Enterokokken aber auch zu schweren Infektionen führen. Bei Vorliegen einer Antibiotika-Resistenz ist zudem die Therapie erschwert. Umso wichtiger ist daher eine schnelle und aussagekräftige Diagnostik, um möglichst rasch adäquate Maßnahmen ergreifen zu können.

GenoType Enterococcus bietet Ihnen die bestmögliche Sicherheit für Ihre Enterokokken-Diagnostik: neben dem Nachweis von vier relevanten Enterococcus-Spezies erhalten Sie gleichzeitig die molekulargenetische Analyse der resistenz-vermittelnden van-Gene aus Kulturproben. Mit dem GenoType BC grampositive ist zusätzlich die Identifizierung vier relevanter Enterococcus-Spezies und der van-Gene aus Blutkulturen möglich.

Die Identifizierung und Resistenzbestimmung in einem Schritt bietet einen erheblichen Zeitvorteil für Ihre Enterokokken-Diagnostik. Ersetzen Sie aufwändige Methoden durch das anwenderfreundliche molekulargenetische Testsystem!

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Helicobacter pylori – Oft unterschätzt

Helicobacter (H.) pylori gilt als eine häufige Ursache für gastroduodenale Erkrankungen. Eine chronische Infektion durch das Bakterium führt zu Gastritis und ist zudem ein Risikofaktor für die Entstehung eines Magenkarzinoms und des MALT (Mucosa Associated Lymphoid Tissue)-Lymphoms. Eine Infektion wird in der Regel empirisch therapiert, was in den meisten Fällen auch zur erfolgreichen Eradikation führt. Jedoch kommt es immer häufiger zu Therapieversagen, was auf eine steigende Resistenz-Entwicklung gegen Clarithromycin und Fluorchinolone zurückzuführen ist. Aus diesem Grund sollte spätestens nach einer fehlgeschlagenen Therapie eine Resistenzbestimmung durchgeführt werden. Bei der Erregeridentifizierung und Resistenzbestimmung bieten molekulargenetische Methoden auch bei der H. pylori-Diagnostik den entscheidenden Zeitvorteil.

GenoType HelicoDR ermöglicht die zuverlässige Identifizierung von H. pylori aus Biopsien oder Kulturproben. Gleichzeitig werden relevante Mutationen im gyrA- und 23S rRNA-Gen detektiert, die die Resistenz gegen Fluorchinolone bzw. Clarithromycin vermitteln.

Mit der Erregeridentifizierung und der molekularen Resistenzbestimmung vereint GenoType HelicoDR zwei diagnostische Schritte in einem Arbeitsgang. Das Ergebnis ermöglicht eine sofortige gezielte Behandlung. Die Gefahr eines Therapieversagens wird so durch eine umfassende Diagnostik minimiert.

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MDR-TB - Alte Geißel mit neuen Aspekten

Die Fakten zur Tuberkulose sind alarmierend: Ein Drittel der Weltbevölkerung ist mit dem TB-Erreger Mycobacterium tuberculosis infiziert. Zwar erkrankt nur jeder zweite Infizierte an Tuberkulose, doch die Zahl der resistenten Keime steigt extrem an. Besorgniserregend sind insbesondere multiresistente Mykobakterien, die mit den konventionellen First- und teilweise auch Second-Line-Antituberkulostatika nicht mehr zu bekämpfen sind. Für eine adäquate Therapie und die Eindämmung des Übertragungsrisikos ist eine rasche und valide Resistenzermittlung von entscheidender Bedeutung. Dabei sind aufgrund des erheblichen Zeitvorteils molekularbiologische Methoden das Mittel der Wahl.

Unsere umfangreiche Mykobakterien-Produktreihe bietet Ihnen zwei Testsysteme zur molekulargenetischen Resistenzbestimmung des M. tuberculosis-Komplex: Mit dem GenoType MTBDRplus bestimmen Sie die häufigsten Mutationen in den Genen rpoB, katG und inhA. Diese vermitteln Resistenzen gegenüber den beiden wichtigsten First-Line Tuberkulostatika Rifampicin und Isoniazid. Der GenoType MTBDRsl detektiert die wichtigsten Mutationen in den Genen gyrA, rrs und embB, welche Resistenzen gegen die Second-Line Antibiotika Fluorchinolone, Aminoglycoside und Ethambutol verursachen.

Neben den beiden Tests zur umfassenden Detektion Resistenz-vermittelnder Gene, stehen Ihnen außerdem weitere Testsysteme aus unserer umfangreichen Mykobakterien-Produktreihe zur Verfügung: Direkttestung von Mykobakterien mit GenoType Mycobacteria Direct und GenoQuick® MTB, Identifizierung von Mykobakterien mit GenoType Mycobacterium CM und GenoType Mycobacterium AS und Differenzierung der Spezies des M. tuberculosis-Komplex mit GenoType MTBC. Dies sichert Ihnen einen entscheidenden Vorsprung in der Mykobakterien-Diagnostik.

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