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GenoType PAI-1

Ihr Testsystem für die sichere Detektion zweier Polymorphismen im PAI-1-Gen

Jedes Jahr sterben mehrere tausend Menschen in Deutschland an den Folgen von Gefäßverschlüssen, wie einem Herzinfarkt oder Lungenembolie.
Als Risikofaktor für einen solchen Gefäßverschluss gelten beispielsweise erhöhte Blutfettwerte aber auch körpereigene Substanzen können die Entstehung von Verschlüssen begünstigen. So gilt eine Erhöhung des Plasminogen-Aktivator-Inhibitor Typ 1 (PAI-1)-Spiegels ebenfalls als Risikofaktor für venöse und arterielle Thrombosen. PAI-1 ist für die Hemmung zweier Proteine verantwortlich, die bei der Wiederauflösung eines Thrombus eine wichtige Rolle spielen. Ein erhöhter PAI-1-Spiegel führt folglich zu einer stärkeren Hemmung der Proteine und dadurch zu einem langsameren Abbau des Blutgerinnsels.
Zwei Polymorphismen im PAI-1-Gen sind mit einem erhöhten PAI-1-Spiegel assoziiert. Durch Insertion bzw. Deletion können an der Position -675 entweder 4 oder 5 Guanin-Nukleotide vorliegen. Bei Vorliegen des 4G-Allel kommt es zu einem erhöhten Risiko für venöse Thrombosen, hauptsächlich bei gleichzeitigem Vorliegen weiterer Thrombose-relevanter Mutationen. Darüber hinaus wurde für diesen Genotyp auch ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und frühe Fehlgeburten festgestellt. Desweiteren hat auch A-844G, ein weiterer Polymorphysmus im PAI-1 Gen, Relevanz. Bei Vorliegen des AA-Genotyps ist das Risiko für eine venöse Thrombose bei Faktor-V-Leiden-Trägern erhöht.
Da es vor allem in Zusammenhang mit Thrombose-assoziierten Mutationen zu einem erhöhten Thromboserisiko kommt, sollte eine Untersuchung der PAI-1-Polymorphismen zur Einschätzung des individuellen Thromboserisikos durchgeführt werden. Des Weiteren ist eine Untersuchung bei Patienten mit Erkrankungen der Koronararterien und Risikoschwangerschaften sinnvoll. Unser Testsystem GenoType PAI-1 ermöglicht Ihnen die sichere Detektion der beiden Polymorphismen und damit eine Einschätzung der individuellen Thromboseneigung. 

Streifengrafik GenoType PAI-1

Ihre Vorteile mit GenoType PAI-1

  • Keine Einschränkung: der PAI-1-Spiegel im Blut wird von unterschiedlichen Faktoren, wie z.B. Glukose oder auch Insulin beeinflusst. Deshalb erlauben biochemische Methoden nur die Dokumentation eines Ist-Zustandes. Ein dauerhaft erhöhter PAI-1 Spiegel wird dagegen nur bedingt erkannt. Eine Untersuchung der genetischen Grundlagen ist deshalb sinnvoll und anzuraten.
  • Sicheres Ergebnis: sollte die Testabarbeitung nicht unter optimalen Bedingungen erfolgen, wird dies durch eine interne Kontrolle angezeigt.
  • Einfache Auswertung: durch das Anlegen einer Auswertungsschablone lässt sich das Testergebnis schnell und eindeutig ablesen.
     

Auf einen Blick
Molekulargenetischer Nachweis der -675 4G/5G- und A-844G-Polymorphismen im PAI-1-Gen

Ausgangsmaterial:
EDTA/Citrat-Vollblut

DNA-Isolierung:
GENO•CARD oder
GenoType DNA Isolation Kit

Artikelnummer:

  • 12 Tests  Art.-Nr. 222
  • 96 Tests  Art.-Nr. 22296
Technologie:
DNASTRIP-Technologie

Downloads:
Arbeitsanleitung (IFU)
Produktflyer
Auswertungsbogen
Übersicht Geräte-Programme

Informationsanforderung:
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